1,6 Millionen Menschen in NRW verdienen mehr

Berlin. Den Mindestlohn armutsfest machen: Das ist das Ziel der Bundesregierung. Durch die einmalige Erhöhung per Gesetz werden Millionen von ArbeitnehmerInnen ab Oktober 2022 mehr Lohn in der Tasche haben, besonders Frauen und ArbeitnehmerIinnen in strukturschwachen Gebieten. Damit stellt die Regierung sicher, dass Arbeit zum Leben reicht und sicher vor Erwerbsarmut schützt. Dies betrifft vor allem Beschäftigte in Branchen mit geringer Tarifbindung, darunter Floristik, Körperpflege, Land- und Tierwirtschaft, Gastronomie, Reinigung und Einzelhandel. Danach wird die von Gewerkschaften und ArbeitnehmerInnen besetzte Mindestlohnkommission über künftige Erhöhungsschritte entscheiden.

Die Erhöhung des Mindestlohns werden 92 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen direkt im Portemonnaie spüren. Für die Menschen, die zum aktuellen Mindestlohn von 9,82 Euro arbeiten, heißt das eine Lohnerhöhung von 18 Prozent. Oftmals schützt eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht vor dem Niedriglohnsektor. Mittlerweile ist das Risiko in NRW nur mit einem Niedriglohn beschäftigt zu sein, höher als in den anderen westdeutschen Bundesländern. 2021 war jeder fünfte Beschäftigte im Niedriglohnsektor angestellt – das sind rund 1,7 Millionen Arbeitsplätze in NRW.

Der heimische Bundestagsabgeordnete Timo Schisanowski über diesen sozialdemokratischen Erfolg: „Die SPD ist für eine soziale Politik angetreten, die konkret bei den Menschen ankommt. Gute Arbeit muss angemessen bezahlt werden. Die Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro heißt nicht nur mehr Geld, sondern ist auch Anerkennung und Respekt für die Arbeit der Menschen in NRW.“